Die Siamkatze ist nicht nur wegen ihrer Maskenfärbung etwas Besonderes, dieses Besondere wird abgerundet durch ihren einmaligen Charakter.

Wir züchten Siamkatzen, weil wir von dieser Katzenrasse fasziniert sind. Unser Zuchtziel sind elegante, kräftige und vor allem gesunde Siamesen mit ihrem unverwechselbaren Charakter. Siamkatzen sind unglaublich menschenbezogen, anhänglich, lebhaft, geschwätzig, neugierig, gelehrig, verspielt. Man sagt, dass sie den Hunden sehr ähnlich sind. Siamesen sind ihrem Menschen treu ergeben und meist in dessen Nähe. Mit Ausdauer können sie sich in Erinnerung bringen, wenn man einmal mit anderen Dingen beschäftigt ist. Sie können orkanartig durchs ganze Haus toben, dann wiederum sind sie verschmust und anschmiegsam.

Wer sich für Siamkatzen entscheidet, muss wissen, dass diese Katzen immer "am Mann" sind. Am liebsten liegen sie an oder auf ihrem Menschen oder gleich mit mehreren kätzischen Gefährden zusammen in einem Körbchen.
Aus diesem Grund geben wir keine Kitten in Einzelhaltung ab! Es müssen nicht immer Wurfgeschwister sein, hin und wieder werden auch einmal ältere Tiere zusammen mit einem Kitten abgegeben.

Unsere Katzen gehören zur Familie und dürfen sich selbstverständlich im ganzen Haus frei bewegen, das gilt auch für unsere Kater, die nicht separiert leben. Sie haben Kratzbäume, Kuschelkissen und -höhlen und jede Menge Spielzeug, damit es ihnen nicht langweilig wird. Aber vor allem haben sie ihre Menschen, die sich ganz viel mit ihnen beschäftigen!

Wir züchten in kleinem Rahmen und mit sehr viel Liebe und Idealismus diese wunderbare Katzenrasse. All die oben beschriebenen Dinge sind für uns im Umgang mit unseren Katzen selbstverständlich.



Gedanken zur Zucht von Rassekatzen
(Danke an Heike Stoek, aus deren Text ich zitieren durfte!)

Wer eine Rassekatze besitzen möchte, sollte akzeptieren, dass zum Erhalt einer Rasse mehr nötig ist, als einen Kater und eine Katze, der/die so aussieht, als könnte er/sie irgendwann einmal einen siamesischen Vorfahren gehabt haben, aufeinander zusetzen.

Neben gesunden und charaktervollen Tieren der jeweiligen Rasse gehören hierzu gut fundierte Kenntnisse in Genetik, Katzenaufzucht und –ernährung, medizinische Kenntnisse oder zumindest einen TA, der ständig (auch nachts und in dessen Urlaub) ansprechbar ist, sowie das Geld, auch einmal einen großen Wurf komplett behandeln zu lassen, ohne sich damit in den finanziellen Ruin zu stürzen. Dies sind wichtige Voraussetzungen für einen seriösen Züchter und dessen sich jeder, der Rassekatzen züchten möchte, von vornherein bewusst sein sollte.

Ein Züchter hat die verantwortungsvolle Aufgabe, die Rasse mit Hilfe der am besten geeigneten Zuchtkatzen im Rahmen des jeweiligen Rassestandards beständig und konsequent zu vervollkommnen. Er wird versuchen, außer dem Äußeren auch den ganz speziellen Charakter der jeweiligen Rasse zu erhalten.

Und das kostet viel Zeit und viel Geld. Oft hört man, dass Käufer nicht unbedingt einen Stammbaum brauchen. Das Papier, auf dem der Stammbaum steht, besitzt kaum Wert. Aber es bedeutet, dass die Katzen seriös gezogen worden sind. Ein seriöser Züchter trägt nicht nur zum Erhalt der Rasse bei, er zieht seine Kitten verantwortungsbewusst auf, diese wachsen in der Familie heran, sind vor Abgabe komplett geimpft, gechipt, evtl. frühkastriert und bestens sozialisiert. Diese Kitten werden NICHT vor der 12. Woche, meist sogar erst nach der 14. Woche abgegeben, sie werden rund um die Uhr versorgt und sind nie sich selbst überlassen. Nicht wenige Züchter sparen ihren Urlaub für die Zeit der Kittenaufzucht.

Wenn es keine Züchter gäbe, gäbe es irgendwann nur noch ein wildes Kuddelmuddel und buntgescheckte Einheitskatzen mit mal mehr oder weniger langen Ohren, Fell, Schnauzen und Schwänzen. Es mag Menschen geben, die das nicht schlimm finden, allerdings sollte die Vielfalt der Rassen - nicht nur bei Katzen – erhalten werden!

Ein weiterer, wichtiger Punkt ist der, dass sich seriöse Züchter mit dem Wesen ihrer Katzen auskennen und sich darum sorgen, wie es nach dem Auszug ihrer Kitten weitergeht. Künftige „Katzeneltern“ werden auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie ein Kitten erhalten und das durchaus auch mit zeitlichem und finanziellem Aufwand (Besuche etc.). Man sorgt in der Regel auch dafür, dass kein Kitten in "Einzelhaft" gerät. Ein gewissenhafter Züchter prüft, ob sich der zukünftige Besitzer über die Rasse und ihre Eigenheiten und dem besonderen Charakter der jeweiligen Rasse informiert hat.



Hier ein paar Buchvorschläge:

Dr. Heinz Schmoll:
Siamkatzen (ISBN 3 7907 0886 0)
(dieses Buch gibt es nicht mehr im Handel, evtl. bei www.AbeBooks.de)

Eva-Maria Götz/Gesine Wolf:
Siam & Co. (ISBN 3-8001-7441-3)

Sabine Schroll:
Miez, Miez - na komm! (ISBN 3-89906-107-01)

Sabine Schroll:
Aller guten Katzen sind … ? (ISBN 3-89906-431-3)

Sabine Schroll:
Wenn Katzen Kummer machen (ISBN 978-386127137-6)

Prof. Paul Leyhausen:
Katzenseele (ISBN 978-3-440-09864-6)

Martina Braun:
Clickertraining für Katzen (ISBN 3-86127-124-9)

Und natürlich Doreen Tovey:
Die Katze mit den blauen Augen